Des Impressions françaises

 

Nach ein paar Tagen Aufenthalt in Paris sind mir ein paar Sachen eingefallen, gute Sachen, die ich über die Jahre vergessen hatte. Als ich 2002 aus Frankreich wieder nach Berlin gekommen bin, konnte ich meinen Aufenthalt nicht schnell genug verdrängen. Im Nachhinein habe ich viele schlechte Erinnerungen behalten, aber es gab auch vieles, das wundervoll war und jetzt wieder ist.

An jeder Ecke gibt es eine Bäckerei mit wundervollen Kleinigkeiten und Baguettes über Baguettes. Die Auswahl in den Supermärkten ist riesig, es gibt ungefähr 10 Sorten Cornflakes mehr als in Deutschland. Jeder Supermarkt hat eine Käsetheke, die wirklich tolle Sachen hergibt. Joghurts und Pudding schmecken irgendwie besser und es gibt superleckere Kühlschrankpizzen.

Die Menschen geben sich Mühe und das sieht man. Rarement sieht man schlecht oder geschmacklos angezogene Menschen, auch ist mehr Diversität vorhanden. Was habe ich anderes erwartet in der Hauptstadt der Mode? Trotzdem kann man anziehen, was man will und niemanden schert es.

P.S. Die dunklen Seiten dieser Beobachtungen folgen später, gerade herrscht bei mir noch Euphorie.

Erste Kritikpunkte häufen sich an. Paris soll eine hektische Stadt sein, das merkt man besonders in der Metro, wo jeder immer zuerst ein- oder aussteigen will. Wo mann es nicht merkt: an der Kasse. Da muss man sich schonmal einen Augenblick gedulden, weil Kolleginnen den neuesten Tratsch austauschen müssen. Wenn ihre Stärke nicht beim Kassieren liegt, hat die französische Verkaufsperson jedoch (meistens) eine andere Qualität: Beraten, ohne aufdringlich zu wirken. Fühlt man sich in Berlin entweder zum Kauf gezwungen oder als Verbrecher beobachtet, schaffen es französische Verkäuferinnen, dem Kunden das Gefühl zu geben, willkommen und gut aufgehoben zu sein. Chapeau! Führt leider dazu, dass man gerne kauft... und viel...

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